Sicherheitstipps vom Kuratorium für Verkehrssicherheit

Mit dem Auto in den Urlaub – aber ohne zurück

Autodiebstahl oder -einbruch ist im Urlaub besonders belastend. Doch: Nur knapp jeder Zweite trifft Vorkehrungen, um sein Fahrzeug zu schützen.
429 Autos mit österreichischer Zulassung wurden 2008 im Ausland gestohlen. Verglichen mit den 6.827 Fahrzeugen, die im Inland gestohlen wurden, erscheint diese Zahl gering. Der Schock im meist fremdsprachigen Urlaubsland plötzlich ohne Auto oder Bargeld zu sein, sitzt aber besonders tief. Hinzukommen Einbrüche in Autos, bei denen zurückgelassene Navigationsgeräte, MP3-Player, Mobiltelefone, Bargeld oder Dokumente wie Reisepass oder Führerschein gestohlen werden. Dennoch: 43 Prozent der Autourlauber treffen keine Vorkehrungen, um ihren Pkw vor Diebstahl oder Einbruch zu schützen. Das geht aus einer aktuellen Erhebung des Kuratoriums für Verkehrssicherheit (KfV) im Auftrag der Basler Versicherung hervor, bei der österreichweit 900 Personen befragt wurden. „Gerade Pkws von Urlaubern sind beliebte Objekte von Autodieben, da sie häufig vollbepackt sind und Wertgegenstände viel zu oft leichtfertig zurückgelassen werden. Autobesitzer können sich aber schützen: Schon einfache Sicherheitsmaßnahmen können Täter abschrecken und Tatgelegenheiten reduzieren“, sagt Mag. Birgit Zetinigg, Leiterin des Bereichs Eigentum & Feuer im Kuratorium für Verkehrssicherheit.

Häufigste Vorkehrungen: Wertgegenstände mitnehmen und technischer Schutz
Mehr als zwei Drittel (70%) jener Befragten, die angeben Sicherheitsvorkehrungen zu treffen, versuchen ihr Auto zu schützen, indem sie keine Wertgegenstände im Auto zurücklassen (Mehrfachantworten möglich). „Liegen Handy, Spielkonsole oder Navigationsgerät offensichtlich im Fahrzeug, ist das beinahe eine direkte Einladung für Täter. Das Auto sollte grundsätzlich auch bei kurzen Abwesenheiten zum Beispiel an Raststationen versperrt werden. Fenster und Türen sollten geschlossen, und wertvolle Gegenstände immer mitgenommen werden“, rät Zetinigg. Zwei Drittel der Befragten, die Vorkehrungen treffen, gaben an, für technischen Schutz zu sorgen. Dazu zählen beispielsweise Wegfahrsperren oder Alarmanlagen. Bewachte Parkplätze werden von 45 Prozent der Autourlauber, die vorsorgen, als Schutzmaßnahme gewählt.

Wie Täter vorgehen
„Autoeinbrüche und -diebstähle passieren nachts vor allem in Nebenstraßen oder unbelebten Straßen, tagsüber sind Großparkplätze, Parkhäuser oder Ausflugsparkplätze beliebte Tatorte. Zu jeder Tageszeit ist ein bewachter und gut beleuchteter Parkplatz einem unbewachten vorzuziehen“, empfiehlt Zetinigg. Diebe und Einbrecher können in ihrer Vorgehensweise unterschieden werden: „Autodiebe müssen das gestohlene Auto fahren, deshalb bevorzugen sie eine Öffnung des Fahrzeuges, die keine bzw. möglichst geringe offensichtliche Schäden verursacht. Sie wählen vor allem Autos mit leicht geöffneten Fenstern oder Schiebedächern aus - das Risiko wegen einer fehlenden Scheibe erwischt zu werden, ist den meisten zu groß“, erklärt Zetinigg. Autoeinbrecher hingegen dringen oft schnell und gewaltsam durch das Einschlagen, Einwerfen oder Herausreißen von Scheiben in das Fahrzeug ein. Der offensichtliche Schaden ist für sie nicht relevant, da der Einbruch innerhalb weniger Sekunden beendet ist. „Autoeinbrecher gehen meist gezielt vor, wenn sie einen bestimmten Gegenstand von außen sehen oder aufgrund anderer Merkmale wie z.B. bei teuren Autos Wertvolles im Inneren vermuten“, weiß Zetinigg.

Was tun bei Autodiebstahl oder -einbruch im Urlaub?
Der erste Weg nach einem Autodiebstahl oder -einbruch muss zur örtlichen Polizei führen. Sind die Sprachbarrieren zu groß, hilft der Anruf bei der österreichischen Botschaft oder dem zuständigen Konsulat. Bei Verlust von Kredit- und Bankomatkarten müssen diese gesperrt werden, ebenso wie das Handy. Für diesen Fall sollten Sie die entsprechenden Notfallnummern und Codes immer getrennt von Bankkarten oder Handy bei sich haben. Sollten wichtige Dokumente wie etwa der Reisepass abhanden gekommen sein, muss man sich an die Botschaft wenden. Diese Prozedur ist einfacher, wenn zur Sicherheit Kopien der Dokumente im Hotelsafe oder in einem Online-Dokumentensafe hinterlegt wurden. Wertvolle Hilfe bei der Ersatzbeschaffung von auf einer Reise abhanden gekommenen Dokumenten erhalten Sie auch, wenn eine KFZ-Assistance-Versicherung abgeschlossen wurde. Diese bietet ebenso Unterstützung bei der Organisation und Kostenübernahme von Mietwagen oder Übernachtungsmöglichkeiten nach dem Diebstahl eines Autos. „Speziell bei Autodiebstahl ist es hilfreich, einen umfangreichen KfZ-Versicherungsschutz zu haben“, weiss Mag. Karen Reiners, Marketingleiterin der Basler Versichung in Österreich. Nur etwa jeder Dritte (29%) verfügt über eine Fahrzeug-Diebstahlversicherung, die in den unterschiedlichen Kasko-Versicherungsvarianten enthalten ist. Im Rahmen von Kasko-Versicherungen besteht zusätzlich die Möglichkeit, Gegenstände des persönliches Bedarfs, die sich im Fahrzeug befinden, aber auch z.B. Wunschkennzeichen gegen Diebstahl zu versichern. Einen innovativen Diebstahlschutz bietet auch das innovative Mighty Dots System, bei dem Wertgegenstände und Fahrzeuge mit unsichtbaren Mikropunkten markiert werden, die es der Polizei durch den enthaltenen PIN erlauben, den rechtmäßigen Besitzer jederzeit zu identifizieren. „Dieses Schutzsystem ist einer der Vorteilsleistungen der Schutzmappe Auto und Fahrt, die Basler Kunden im Rahmen der Basler Sicherheitswelt erhalten“, freut sich Karen Reiners.

 

Wien, 28. Juli 2009

Rückfragehinweis:
Bakk. phil. Elisabeth Gerstendorfer
Kuratorium für Verkehrssicherheit, Marketing & Kommunikation
Tel.: +43 5 77 077 1906
E-Mail: elisabeth.gerstendorfer@kfv.at , www.kfv.at

Michaela Leitgeb
Basler VersicherungsAG, Marketing & Kooperationen
Tel.: +43 1 33 160 428
E-Mail: michaela.leitgeb@basler.at

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