Zeckenstudie: Alles was Sie schon immer über Zecken wissen wollten

Rund um das Thema Zecken bestehen viele Irrtümer, besonders im Bezug auf die Verbreitung, die Gefährlichkeit und den Zeitraum, in dem Zecken aktiv sind.

Zecken sind nicht nur lästige Blutsauger, sondern gefährliche Krankheitsüberträger. Die Gefahr von Zeckenstichen wird jedoch häufig unterschätzt.

Die Erhebung des Kuratoriums für Verkehrssicherheit (KfV) gemeinsam mit der Basler Versicherung aus dem Vorjahr zeigt: Knapp zwei Drittel der Befragten (62%) wurden schon einmal von einer Zecke gestochen und waren so dem Risiko einer Erregerübertragung ausgesetzt. Die gefährlichste Krankheit, die von Zecken übertragen wird, ist die so genannte Frühsommer-Meningoenzephalitis, besser bekannt unter der Abkürzung FSME. „Nicht jede Zecke ist Träger der gefährlichen FSME-Viren. Ist sie aber infiziert, so nimmt mit jeder Minute Saugen die Gefahr der Erregerübertragung und damit einer Erkrankung zu“, weiß Dr. Martin Millauer, Facharzt für Innere Medizin und Vorsorgereferent der Ärztekammer Steiermark. 54 Prozent der Befragten wussten, dass FSME meist zu Gehirnhautentzündung führt oder kannten die volle Krankheitsbezeichnung. 7 Prozent brachten FSME mit Zecken oder einem Impfstoff in Verbindung, konnten dies jedoch nicht näher ausführen. Alarmierend ist, dass mehr als ein Drittel der Befragten (39%) nicht wusste, was FSME ist.

Impfen schützt!
FSME beginnt in einer ersten Phase mit grippeähnlichen Symptomen wie Fieber, Nackensteifheit oder Gelenksschmerzen. Nur jeder zweite der Befragten (51%) konnte zumindest einige dieser Symptome nennen. In einer zweiten Phase kommt es je nach Schwere der Erkrankung zu Gehirnhautentzündung, bei Beteiligung des Gehirns und des Rückenmarks auch zu Lähmungen und schweren Beeinträchtigungen. „Eine Therapie ist derzeit nicht möglich, sondern nur eine Linderung der Symptome. Im Extremfall kann FSME sogar tödlich enden“, so Dr. Millauer. Sehr einfach und am wirksamsten ist die FSME-Impfung, die vorbeugend vor dem Ausbruch der Krankheit schützt. Trotz der kurzen und eigentlich schmerzlosen Injektion sind 18 Prozent der Befragten nicht geimpft. 14 Prozent übertragen diese Leichtsinnigkeit auf ihre minderjährigen Kinder, die meist ebenfalls nicht geimpft sind. Als Grund für die Nicht-Impfung meinten 40 Prozent der Befragten, dass sie nicht in Zeckengebiete oder „selten raus“ gehen. 17 Prozent sind „einfach so“ oder aus Faulheit nicht geimpft, 15 Prozent sind generell gegen Impfungen oder haben die Auffrischung vergessen. Jeder 10. hält einen Zeckenstich für sehr unwahrscheinlich und unterlässt aus diesem Grund die Impfung. „Entgegen der allgemeinen Meinung sind Zecken aber nicht nur in Wäldern anzutreffen, sondern mittlerweile auch in Städten verbreitet“, so Dr. Rupert Kisser, Bereichsleiter Heim, Freizeit & Sport im KfV. „Jeder Aufenthalt in Parks und Grünflächen kann ebenso zu einem Zeckenstich führen wie Freizeitaktivitäten in Wäldern und Wiesen.“

Ohne Auffrischung kein Schutz
Die FSME-Impfung besteht aus drei Teilimpfungen, nach der letzten Teilimpfung sollte alle 5 Jahre eine Auffrischungsimpfung erfolgen. 82 Prozent der Befragten sind geimpft, an die 5-Jahres-Regel halten sich jedoch nur 60 Prozent der Befragten. Ein Viertel der Befragten (23%) gab an, alle 3-4 Jahre den Impfschutz auffrischen zu lassen. 16 Prozent gehen seltener als alle 5 Jahre zur Auffrischung und riskieren damit eine unter Umständen lebensbedrohende FSME-Erkrankung. Ab einem Alter von 60 Jahren wird die Auffrischungsimpfung alle 3 Jahre empfohlen, da das Immunsystem im Alter geschwächt ist und der Impfschutz daher verkürzt. An die 3-Jahres-Regel für die Altersgruppe 60+ halten sich jedoch nur 47 Prozent der Befragten ab 60 Jahren. 37% der über 60 Jährigen gehen nur alle 5 Jahre zur Auffrischungsimpfung, jeder 7. sogar noch seltener. Aber Alter schützt nicht vor FSME: die Generation 50+ stellt die Hälfte der Neuerkrankten dar! Dabei ist es so einfach: Ein kurzer Stich bei der Impfung schützt mehrere Jahre vor der unheilbaren Zeckenkrankheit.

Übrigens....
wussten Sie, dass eine Zeckenkarte das wirksamste und effektivste Instrument zur Entfernung von Zecken ist? Alle Zeckengrößen können damit sehr einfach und hautschonend entfernt werden. Durch die Scheckkartengröße sind sie praktisch in Brief- oder Hosentasche verstaubar und im Fall des Falles stets griffbereit. Im Rahmen unserer Kundeninitiative, der Basler Sicherheitswelt, haben wir daher dieses hilfreiche Schutzmittel in unser Schutzpaket für Freizeit und Sport aufgenommen!

Alles zum Thema Zecken unter: www.zecken.at

Kontakt

Telefon +43 1 33 160

Fax +43 1 33 160 200
 

Sicherheitsbox

SICHERHEITSWELT

Notrufnummern

  • Euro-Notruf: 112
  • Feuerwehr: 122
  • Polizei: 133
  • Rettung: 144
  • Alpin Notruf: 140
  • Vergiftungen: +43 1 40 643 43
© 2012

Basler Versicherungs-AG in Österreich, Wien
Bitte lesen Sie unsere Datenschutzbestimmungen, Rechtshinweise sowie § 9 VAG , bevor sie fortfahren.